Nina Conrad ist mit Pferden aufgewachsen – und vielleicht sogar mit dem Pferde-Gen geboren worden.
Schon als Kleinkind lernte sie mit dem Shetlandpony Molly im Garten die ersten Schritte mit und am Pferd. Als dritte Generation eines familiengeführten Reiterhofs war sie von klein auf umgeben von Ausbildung, Verkauf, Voltigieren, Therapie- und Reitpferden verschiedenster Rassen.
Ihre reiterliche Laufbahn führte sie früh in unterschiedliche Bereiche des Pferdesports: Dressur, Springen, Vierkampf, Ponyquadrille, Schleppjagden und Kutschefahren. Zwischen dem 8. und 18. Lebensjahr ritt sie in der niedersächsischen Ponyquadrille und nahm an Turnieren, Championaten sowie Messe- und Showauftritten teil.
Heute verbindet Nina Conrad seit knapp 25 Jahren diese vielseitige Erfahrung mit pädagogischem Wissen, feinem Gefühl und einem ganzheitlichen Blick auf Mensch und Pferd. Im Mittelpunkt steht für sie nicht Leistung um jeden Preis, sondern Vertrauen, Losgelassenheit, Klarheit und eine respektvolle Verbindung – neben dem Pferd und auf dem Pferd.
Wer mehr über Ninas Lebensweg lesen möchte, kann gerne weiter ihren Lebenslauf aus eigener Perspektive lesen (einfach zum Ende der Seite springen)
Hofleitung
Schulleiter Grundschule Essinghausen
Schülerin
Fotografin
Designerin
Öffentlichkeitsarbeit
Ninas reiterlicher Weg wurde von vielen Menschen, Pferden und Orten geprägt. Einige Begegnungen haben ihr Verständnis für Reiten, Ausbildung und den respektvollen Umgang mit Pferden besonders beeinflusst. Einige dieser Persönlichkeiten sollen hier einmal genannt werden.
Dazu zählen unter anderem ihre Großeltern, Günther Rodenberg, Joachim Winter, Annette Prieß, Wolfgang Marlie, Hans-Heinrich Meyer zu Strohen, Dirk Meyer, Joachim Weist, Martin Koopmann, Rüdiger Tute, Reinhard Mantler, Eckart Meyners, Familie Cordes, Philippe Karl, Sabine Mosen, Michael Hennemann, Waltraut Böhmke, Wilhelm Kaune und Patricia Valdhaus.
Auch Reiterfahrungen auf Trails in Afrika, Spanien, Portugal und auf den Azoren haben ihren Blick erweitert und ihre Arbeit mit Pferden nachhaltig geprägt.
Ich entdeckte, dass Reiten lehren sehr viel Spass bereiten kann. So absolvierte ich mit 18 Jahren – neben Abistress – in der Landesreitschule Hoya meinen Reitwart, um meine Unterrichtstätigkeit zu untermauern. Nach dem Abitur begann ich, an der Technischen Universität Braunschweig mein Diplom-Pädagogik-Studium (Schwerpunkt Bildung und Beratung).
Während meiner Studienzeit steigerte sich die Reitschülerzahl immer weiter, so dass es schon leichte Unstimmigkeiten zwischen meinen Großeltern und mir im Thema Hallennutzung gab. Schließlich brauchten sie auch Zeit, um die weitgereisten Pferde aus Dänemark, Island, Russland und Lettland auszubilden. Wir arrangierten uns, indem manche Pferde auch im Reitunterricht eingesetzt wurden. An der Uni absolvierte ich zudem noch eine Zusatzausbildung als Verhaltenstrainerin für berufliche und soziale Kompetenzen.
Ebenso erteilte ich nach einer Tutorausbildung im Rahmen eines Kontaktstudiums zwischen Technischer Universität Braunschweig und Volkswagen Wolfsburg verschiedene Schlüsselqualifikationstrainings für VW-Mitarbeiter zu Themen wie beispielsweise Kommunikation, Team, Präsentation, …
Mit meinem Studienabschluss schaffte ich es, endlich den Spalt zwischen Pädagogikstudium und Reitlehrerdasein zu schließen. Meine Diplomarbeit schrieb ich zusammen mit einer Kommilitonin über ein Führungskräftetraining unter Einsatz des Lernpartners Pferd.
Diese Evaluation eines bei München abgehaltenen Seminars bereicherte meinen bisherigen Kenntnisstand sehr stark. Mir wurde endlich deutlich, dass Pferde zum einen die besten Pädagogen darstellen, zum anderen aber auch sehr gut als „Spiegel“ für das Selbstbild eingesetzt werden können.
Meinen Fachübungsleiter im Voltigieren absolvierte ich in der Fachschule für Voltigieren in Hohenhameln. Mir kam nämlich im Laufe der Zeit des Unterrichtens die Idee, Kinder zunächst spielerisch und in der Gruppe an das Pferd heranzuführen, somit können Kinder ab 5 Jahren erste Kontakte zum Pferd knüpfen und mit turnerischen Übungen auf dem Pferderücken ihr Gleichgewicht und Vertrauen entwickeln.
In meiner Reitlaufbahn knüpfte sich das Reitabzeichen in Silber an, welches ich ebenfalls in der Landesreitschule Hoya ablegte.